Insulin richtig spritzen

Bei Insulininjektionen ist die korrekte Spritztechnik ein zentrales Element für eine gute Blutzuckereinstellung. Auch die wirksamste Therapie kann bei unsachgemäßer Verabreichung nicht ihre volle Wirkung entfalten.

Richtige Technik

Empfohlene Injektionstechnik:
ohne Hautfalte im 90°-Winkel
(gilt für die meisten Patienten*)
Quelle: BD Medical


Die Dicke der Haut beträgt durchschnittlich 2 mm, unabhängig von Geschlecht, Alter, BMI oder ethnischer Zugehörigkeit1. Das Insulin ist immer durch die Haut in das Unterhautfettgewebe zu verabreichen! Denn bei einer Injektion in das Unterhautfettgewebe wird das Insulin mit besser vorhersagbarer Geschwindigkeit aufgenommen. Und genau das trägt zu einer Verbesserung der Blutzuckereinstellung bei.

Mit kürzeren Nadeln, von beispielsweise 4 mm Länge, können Diabetiker in der Regel ohne Hautfaltenbildung* mit nur einer Hand senkrecht in das Unterhautfettgewebe injizieren und sie senken dennoch das Risiko einer versehentlichen Injektion in den Muskel2. Diese ist zu vermeiden, denn sie ist schmerzhaft und kann zur Blutzuckerschwankung bis hin zur Unterzuckerung führen.


*Bei Kindern und schlanken Erwachsenen kann die Bildung einer Hautfalte angezeigt sein.

Quelle: BD Medical

Geeignete Nadellänge

4 mm lange Pen-Nadeln sind für die Insulingabe bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen geeignet2. Sie bieten übergewichtigen und normalgewichtigen Menschen die gleiche Blutzuckereinstellung wie eine Injektion mit 8 mm langen Nadeln3.

Menschen mit Diabetes berichten auch von schmerzärmeren Injektionen mit der kürzeren Nadel. Diese Erfahrungen tragen zur besseren Einhaltung der Therapie und zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

Wechsel der Spritzstellen

Lipohypertrophien (kurz: Lipos) sind gutartige Verdickungen und Verhärtungen des Unterhautfettgewebes im Injektionsbereich des Insulins. In Lipos ist die Aufnahme des Insulins in den Blutkreislauf ungleichmäßig und nicht berechenbar.

Die Insulininjektion in Lipos kann daher zu stark schwankenden Blutzuckerwerten führen und die Gefahr von Unterzuckerungen (Hypoglykämien) vergrößern. Aufgrund der verzögerten und/oder verringerten Insulinaufnahme in einer Lipo wird oft mehr Insulin benötigt, und das wiederum erhöht zusätzlich die Therapiekosten.

Durch einen systematischen Wechsel der Injektionsstellen lässt sich bei Menschen mit Diabetes das Risiko einer Lipohypertrophie minimieren4. Dazu müssen sowohl die Injektionsareale (Bauchwand, Oberschenkel und Gesäß) als auch die Injektionsseiten (linke Körperseite/rechte Körperseite) gewechselt werden.

Injektionen innerhalb desselben Areals ohne einen Mindestabstand von 1 cm sind zu vermeiden, damit es nicht zu wiederholten Gewebeverletzungen kommt.

Einmalverwendung der Nadeln

Injektionsnadeln sind Einmalprodukte! Bei einer Wiederverwendung wird der Gleitfilm der Nadel abgenutzt und die Nadel kann nicht mehr so sanft in die Haut eindringen. Die Injektion fühlt sich schmerzhaft an.

Außerdem können die Nadeln verstopfen oder werden gar beschädigt (Abbildung 1). Die Mehrfachnutzung unterstützt außerdem die Lipohypertrophie-Bildung4.

Abbildung 1: Aufnahmen einer mehrfach benutzten Pen-Nadel (Look und Strauss, Diabetes Journal 1998, 10: S. 31-34)
Quelle: BD Medical
Unbenutzte Nadel,
Vergrößerung 370x
Mehrmals benutzte Nadel,
Vergrößerung 370x
Dieselbe Nadel mit
Vergrößerung 2000x

Verbleiben die Nadeln zwischen den Injektionen auf dem Pen, kann Luft eintreten und die Dosierung verfälschen. Weil Nadeln bei Injektionen durch die Kleidung abstumpfen können, gilt auch dies zu vermeiden, denn so lässt sich die Gefahr einer Gewebeeinblutung und eine Infektion umgehen.

Ergo: Für eine richtige Injektionstechnik sind falsche Nadellängen, fehlerhafter Wechsel der Injektionsstelle und die Mehrfachnutzung von Nadeln zu verhindern. So verringert sich das Risiko von akuten Problemen wie Unterzuckerung oder Überzuckerung!

Quelle: BD Medical
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Mo. – Do.: 9 – 17 Uhr,
Fr. 9 – 14 Uhr

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Referenzen

1 Gibney et al. Curr Med Res Opin 2010;26:1519-30.
2 Birkebaek et al. Diabetes Care, 2008, :31(9):e65.
3 Bergenstal et al. Mayo Clinic Proceedings, Vol 90, Issue 3, 2015
4 Blanco et al. Diabetes & Metabolism 39 (2013) 445-453


Quelle:

BD Medical